So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos

Internetabhängiger Mann, der auf der Couch liegt und spielt

Der Bewerberblog hat ja nun schon recht ausführlich über Bewerbungsratgeber seine Meinung kundgetan, aber was mir jetzt in die Hände gefallen ist, toppt alles!

Das Buch, das mich so gefesselt und mich aus dem Singsang der Bewerberhandbücher rausgeholt hat, trägt den Titel: „So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos“.

Arbeitslos? Bei Cornelia Riechers Buch handelt es sich nicht im klassischen Sinne um ein Bewerberhandbuch. Es wird vielmehr an abschreckenden Beispielen verdeutlicht, dass man zwar arbeitslos sein kann, wenn man es darauf anlegt, gleichzeitig liefert es aber auch genug Gründe, so nicht zu enden.

Z. B. die gelernte Werbekauffrau Hildegard W., die kein Auto hat und zu weit außerhalb von der Stadt wohnt. Sie kommt erst gar nicht auf die Idee, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Oder ebenso Berhard J.: Eine geregelte Arbeitszeit ist nicht möglich, da mehrmals am Tag sein Berner Sennenhund Gassi gehen muss.

Walter P. wagt zumindest den Schritt zu einer Bewerbung, seinen Bewerbungsbriefen räumt er gleich zu Beginn ein, entlassen worden und seither bei der Suche nach neuer Arbeit nicht sonderlich erfolgreich gewesen zu sein. „Ich haben mir nun überlegt, mich bei Ihnen zu bewerben“, wendet er sich an den Adressaten, „und bitte Sie, eventuelle Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Hause zu prüfen.“

Viele bemühen sich erst gar nicht, sich über richtiges Bewerben zu informieren. Sie zeigen somit, wie man es als Jobanwärter nicht tun soll. Von der Lederbindung bis zur Büroklammer-Heftung, die die Unterlagen zusammenhalten, weist das Buch auf eingefahrene Verhaltensweisen hin, die man schleunigst ändern sollte.

Auch für Personaler bietet der ironisch zugespitzte „Ratgeber“ die Möglichkeit, Stellen mit den richtigen Kandidaten zu besetzen.
Ein Muss für jeden, der gängige Bewerbungsratgeber eher meidet.