Jahresgehalt: Das solltest du wissen

Hallo und herzlich willkommen!

 

Wenn du im Vorstellungsgespräch sitzt, kommt früher oder später die Frage: „Wie hoch sind Ihre Gehaltsvorstellungen?“

 

Heute ist es üblich, nicht mehr das Monatsgehalt, sondern das Jahresgehalt anzugeben. Warum? Ganz einfach: Das Jahresgehalt berücksichtigt alle Zahlungen, die du im Laufe eines Jahres erhältst – und das sind mehr als nur 12 Monatsgehälter.

Was gehört zum Jahresgehalt?

Dein Jahresgehalt setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:

 

  • Monatliches Bruttogehalt (12 Zahlungen pro Jahr)
  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld – oft als 13. oder sogar 14. Gehalt
  • Vermögenswirksame Leistungen und Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge
  • Zuschüsse für Fahrtkosten, Miete, Kinderbetreuung oder Verpflegung
  • Variable Bestandteile wie Boni, Provisionen oder Jahresabschlussprämien 

 

Alles, was du von deinem Arbeitgeber im Kalenderjahr erhältst, zählt zum Jahresgehalt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Leistung gesetzlich vorgeschrieben ist oder freiwillig gewährt wird.

Warum ist das Jahresgehalt so wichtig?

Das Jahresgehalt hat nicht nur Einfluss auf deine Verhandlungsstrategie, sondern auch auf gesetzliche und steuerliche Aspekte:

 

  • Jahresarbeitsentgeltgrenze: Überschreitest du sie, kannst du unter bestimmten Bedingungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung wechseln.
  • Beitragsbemessungsgrenze: Sozialversicherungsbeiträge werden nur bis zu dieser Grenze berechnet.
  • Einkommensteuer: Dein zu versteuerndes Jahreseinkommen ist die Basis für die Steuerberechnung. 

Bessere Vergleichsmöglichkeit

Lass dich nicht von hohen Monatsgehältern beeindrucken. Erst der Vergleich der Jahresgehälter zeigt, wer tatsächlich mehr verdient. Dein Freund kann ein hohes Monatsgehalt haben, aber wenn Boni und Zusatzleistungen fehlen, liegt sein Jahresgehalt vielleicht unter deinem.

Fazit

Das Jahresgehalt ist mehr als nur eine Zahl – es ist die Summe aller Leistungen, die du im Jahr erhältst. Verstehe die Bestandteile, bevor du deine Gehaltsvorstellung nennst, und nutze dieses Wissen für eine erfolgreiche Verhandlung.

 

Bis zum nächsten Mal, bleib fokussiert und bewerberglücklich!


Herzliche Grüße vom Bewerberglücklichmacher


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