ChatGPT, Copilot & Co. im Lebenslauf angeben

Hallo und herzlich willkommen!

 

ChatGPT kennt inzwischen fast jeder. Microsoft Copilot, Gemini und zahlreiche weitere KI-Anwendungen kommen hinzu.

 

Doch wenn du KI-Kenntnisse im Lebenslauf angibst, stellt sich eine neue Frage:

 

Solltest du konkrete KI-Tools beim Namen nennen – oder lieber allgemein von KI-Kompetenz sprechen?

 

Beides kann sinnvoll sein. Entscheidend ist, welche Stelle du anstrebst und was du mit dem jeweiligen Tool tatsächlich machst.

Wann lohnt sich die Nennung eines KI-Tools?

Ein konkreter Tool-Name ist besonders interessant, wenn er in der Stellenanzeige vorkommt oder in deinem zukünftigen Arbeitsbereich verbreitet ist.

 

Beispielsweise:

 

Microsoft Copilot: Erfahrung mit KI-gestützter Unterstützung in Microsoft-365-Anwendungen

 

Das ist aussagekräftiger als eine lange Liste verschiedener KI-Programme.

ChatGPT im Lebenslauf

 

ChatGPT kann beispielsweise relevant sein für:

 

  • Redaktion
  • Marketing
  • Social Media
  • Kundenservice
  • Personalwesen
  • Verwaltung
  • Recherche
  • Projektmanagement

 

Aber auch hier solltest du möglichst die Anwendung nennen.

 

Weniger gut:

 

ChatGPT – gute Kenntnisse

 

Besser:

 

ChatGPT – Rechercheunterstützung, Texterstellung und Strukturierung von Inhalten

 

Noch konkreter:

 

Generative KI – Entwicklung strukturierter Prompts, Erstellung von Textentwürfen und fachliche Prüfung KI-generierter Inhalte

Microsoft Copilot

Copilot kann besonders interessant sein, wenn du bereits intensiv mit Microsoft 365 arbeitest.

 

Beispielsweise:

 

Microsoft Copilot – KI-gestützte Unterstützung bei der Erstellung und Überarbeitung von Dokumenten und Präsentationen

 

Hier steht nicht nur das Tool im Mittelpunkt, sondern die praktische Anwendung.

Gemini und andere KI-Anwendungen

Auch andere KI-Systeme können relevant sein.

 

Grundsätzlich gilt:

 

Ein Tool-Name ist nur dann interessant, wenn er etwas über deine berufliche Kompetenz aussagt.

 

Wenn du fünf KI-Tools einmal ausprobiert hast, musst du nicht alle fünf in deinen Lebenslauf schreiben.

Branchenspezifische KI kann besonders wertvoll sein

Nicht immer sind die bekannten großen KI-Tools entscheidend.

 

In vielen Branchen gibt es spezialisierte Anwendungen, beispielsweise für:

 

  • Bildbearbeitung
  • Übersetzung
  • Programmierung
  • Datenanalyse
  • Recherche
  • Kundenkommunikation
  • medizinische oder technische Anwendungen
  • Produktionsprozesse

 

Wenn eine solche Anwendung für die Stelle relevant ist und du damit Erfahrung hast, kann sie im Lebenslauf sogar wichtiger sein als allgemeine ChatGPT-Kenntnisse.

Die Stellenanzeige liefert dir den besten Hinweis

Lies die Stellenanzeige aufmerksam.

 

Wird dort beispielsweise ausdrücklich Erfahrung mit generativer KI gefordert, solltest du deine entsprechenden Kenntnisse sichtbar machen.

 

Werden bestimmte Tools genannt, kannst du prüfen, ob du damit bereits gearbeitet hast.

 

Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt generell, den Lebenslauf individuell auf die jeweilige Stelle zuzuschneiden und relevante Kenntnisse hervorzuheben.

Nicht jedes Tool bleibt wichtig

Ein weiterer Grund spricht dafür, deine KI-Kompetenz nicht ausschließlich über Tool-Namen zu definieren:

 

KI-Anwendungen verändern sich schnell.

 

Ein bestimmtes Programm kann heute beliebt sein und morgen durch eine andere Lösung ersetzt werden.

 

Deshalb ist die Kombination aus Tool + Fähigkeit + Anwendung besonders sinnvoll.

 

Zum Beispiel:

 

„Erfahrung mit generativer KI zur Recherche, Texterstellung und Qualitätssicherung“


ist langfristig aussagekräftiger als eine bloße Aufzählung von Programm-Namen.

Wie viele KI-Tools sind genug?

Eine feste Zahl gibt es nicht.

 

Als Faustregel gilt:

 

Nenne nur die Tools, die für deine Bewerbung relevant sind und deren Nutzung du erklären kannst.

 

Drei relevante Tools sind besser als zehn beliebige.

Fazit

ChatGPT, Copilot & Co. dürfen in den Lebenslauf – wenn sie für deine Bewerbung relevant sind und du tatsächlich Erfahrung damit hast.

 

Noch wichtiger als der Tool-Name ist jedoch die Frage:

 

Was kannst du damit beruflich erreichen?

 

Beschreibe deshalb möglichst die konkrete Anwendung.

 

Und genau hier liegt auch eine Gefahr: Wer seinen Lebenslauf mit KI-Begriffen überlädt, kann schnell unglaubwürdig wirken.

 

Welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest, erfährst du im letzten Teil der Serie.

 

 

Bis zum nächsten Mal, bleib fokussiert und bewerberglücklich!

 
Herzliche Grüße vom Bewerberglücklichmacher
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